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In unserem Blog erscheinen regelmässig interessante Artikel und wissenswerte Informationen über das Betreiben einer Website und über den Umgang mit dem Internet. Wir möchten auf diesem Weg Betreibern einer Website, solchen die es werden wollen oder einfach Interessierten Wissen vermitteln, welches sonst in dieser Form nicht verfügbar ist. Während viele Texte im Internet an Spezialisten gerichtet sind, versuchen wir hier allgemein verständliche Berichte zu viel diskutierten Themen zu veröffentlichen. Dieser Blog soll Ihnen ausserdem beim Aussuchen von Anbietern und Angeboten von Web-Dienstleistungen behilflich sein.

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Feeds und ihre Vorteile für das Marketing

05 Jan 2010

Beim Surfen im Internet findet man sie seit einigen Jahren auf praktisch jeder Website: Die Feeds. Vielleicht haben Sie selber schon auf einen "Feed Abonnieren" Link geklickt und sich gefragt, was Sie nun mit der angezeigten Seite anfangen sollen. In diesem Fall gehören Sie keineswegs zu einer Minderheit. Für viele Anwender sind Feeds immer noch Neuland. Dabei ist die Grundidee sehr einfach: Man will aktuelle Informationen ohne Verzögerung einem breiten Publikum zugänglich machen. Ein ideales Werkzeug für das Marketing also.

 

Anwendung von Feeds

Am häufigsten werden Feeds für Blogs verwendet. Damit Sie nun nicht alle paar Stunden Ihren Browser öffnen und die Website Ihres Lieblingsblogs laden müssen nur um zu schauen, ob ein neuer Artikel vorhanden ist, können Sie den Feed des Blogs abonnieren. Dies geschieht mit einem Feedreader [1] (auch Feed-Client), in welchem Sie die Adresse des zu abonnierenden Feeds eingeben können. Der Feedreader prüft nun in periodischen Abständen, ähnlich einem E-Mail-Client, ob neue Artikel vorhanden sind. Ist dies der Fall, so wird der Artikel heruntergeladen und in einem Ordner abgelegt. So sind Sie stets auf dem neusten Stand und haben erst noch den Artikel bei Ihnen gespeichert. Und das ohne den Blog überhaupt einmal zu besuchen.

 

Vorteile für Betreiber von Websites und deren Kunden

Feeds können natürlich für jegliche Inhalte angeboten werden, nicht nur für Blogs. Immer dort wo Informationen schnell verbreitet werden sollen macht das Anbieten eines Feeds Sinn; von den News über Neuerscheinungen von Produkten bis hin zu aktuellen Wetterprognosen. Mit ein paar kreativen Ideen gibt es praktisch unbegrenzte Möglichkeiten für den Einsatz von Feeds.

Zudem erreicht man eine höhere Bindung zum Kunden, da sich Abonnenten aktiv mit den angebotenen Informationen befassen und auch die Website wieder besuchen kommen. Man spricht schon davon, dass Feeds die traditionellen Newsletters und Newsmails ersetzen. Die Vorteile für ein Geschäft und für dessen Kunden liegen auf der Hand. Der Abonnent bleibt anonym, da er nirgends seine Angaben wie seine E-Mail Adresse zu hinterlegen braucht und sich somit keine Sorgen um Spam machen muss. Da der Feedreader des Abonnenten explizit selber nach neuen Artikeln fragt, kann der Dienst jederzeit gestoppt werden, ohne dass man sich auf einer Website abmelden muss. Diese beiden Gründe senken die Hemmschwelle für das Abonnieren von Informationen erheblich und sorgen so für mehr Leser beim Anbieter. Zudem werden nach dem Abonnieren eines Feeds die letzten paar veröffentlichten Artikel gleich heruntergeladen. Der Abonnent muss also nicht auf die Veröffentlichung eines neuen Artikels warten und kann sich so ein Bild vom Nutzen der angebotenen Informationen machen.

Ein Feed bietet jedoch auch Vorteile beim Suchmaschinen Marketing. Feeds können nicht nur von Clients gelesen werden, sondern auch von anderen Websites, sogenannten (News-) Aggregatoren. Diese lesen und verarbeiten Feeds und stellen die Artikel mit einem Link zum Originaltext auf der eigenen Website zur Verfügung. Dadurch finden neue Leser zum Feed und die Spider der Suchmaschinen folgen den Links bis zu Ihrer Website.

Ein Feed sollte jedoch nie Werbecharakter haben, sondern mit zusätzlichen Informationen einen Mehrwert für den (potentiellen) Kunden bieten. Ansonsten besteht für den Besucher kein Interesse an einem Abonnement. Schreiben Sie über besondere Anwendungsmöglichkeiten Ihres Produktes oder geben Sie exklusive Tipps und Tricks im Umgang mit Ihrem Produkt.

 

Kleine Einführung zum Funktionsprinzip

Einen Feed kann man sich wie ein Bündel Karten vorstellen, von welchem jede Karte strukturierte Daten beinhaltet. Das ganze Bündel wird als Datei von Ihrer Website zur Verfügung gestellt. Durch jeden neuen Artikel wird das Bündel um eine Karte erweitert. Jede dieser Karten enthält semantische Daten wie Erstellungsdatum, Titel, Beschreibung, Link zum Originaltext, Autor und so weiter. Feedreader und Aggregatoren laden nun nach eigenem Rhythmus den Stapel herunter und fügen neue Artikel zum lokalen Ordner.

Man unterscheidet zwischen den beiden Standards RSS-Feed und Atom-Feed. RSS steht für eine ganze Familie von verschiedenen Formaten. Sogar die Abkürzung hat verschiedene Bedeutungen ("Rich Site Summary" in den RSS-Versionen 0.9x, "RDF Site Summary" in den RSS-Versionen 0.9 und 1.0 sowie "Really Simple Syndication" in RSS 2.0 – Wikipedia). Atom versteht sich als Weiterentwicklung der RSS-Formate und hat den grossen Vorteil, dass die Daten besser gekapselt werden.

Für nEon, das CMS von novalab, wurde der Atom Standard implementiert. Dadurch können massgeschneiderte Lösungen und Webapplikationen mit einem Feed versehen werden und das eingebaute "Article"-Modul hat umfangreiche Optionen zum Anbieten eines Feeds. Mit dem Feedticker Modul bietet nEon ausserdem einen Aggregator, um interne und externe Feeds auf der eigenen Website anzeigen zu können.

 

[1] Feedreader gibt es wie Sand am Meer. Die E-Mail Clients Thunderbird von Mozilla sowie Outlook (ab Outlook 2007) von Microsoft und Internet Explorer ab der Version 7 bieten von sich aus die Möglichkeit, Feeds zu abonnieren. Für Firefox gibt es einige Addons. Zudem lassen sich mit vielen Webdiensten, wie zum Beispiel mit iGoogle, Feeds verwalten.

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Zuletzt geändert am 05 Jan 2010 von Florian Moser

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